Arbeit & Geld

 

Arbeiten

Mit dem Einstieg in das Arbeitsleben in Deutschland ist es wichtig, dass Sie über Ihre Rechte und Pflichten als Arbeitnehmerin informiert sind. Es gibt auch Vieles zu organisieren und zu regeln, wenn Sie einen Arbeitsplatz gefunden haben.

Die ersten wichtigen Punkte sind hierbei: Sie sollten mit Ihrem Arbeitgeber einen schriftlichen Arbeitsvertrag abschließen. Ihr Arbeitgeber benötigt von Ihnen Ihre Sozialversicherungsnummer und Ihre Steueridentifikationsnummer (SteuerID).

Arbeitszeit

Wenn Sie eine Arbeitsstelle suchen, gibt es verschiedenen Möglichkeiten, die Ihnen offen stehen. Suchen Sie eine Vollzeitstelle, also mit einer Arbeitszeit von etwa 40 Stunden in der Woche oder können Sie nur in Teilzeit, also weniger arbeiten? Suchen Sie vielleicht zuerst nach einem Minijob? Wie hoch muss Ihr Gehalt mindestens sein und ist das in Ihrem Beruf mit ihrer gewünschten Stundenzahl möglich? Ist es eine Alternative mit weniger Stunden oder in einem anderen Beruf zu arbeiten und nebenbei etwas Neues zu lernen? Wenn Sie sich diese Fragen beantwortet haben, wird Ihnen Ihr Weg in die Berufstätigkeit klarer werden.
Es gibt verschiedene Modelle, die Arbeitszeit auf die Woche zu verteilen. Erkundigen Sie sich, was in Ihrem Beruf möglich ist.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.

Arbeits- und Ausbildungsverträge

Das ist der Vertrag, den Sie als Arbeitnehmerin mit Ihrem Arbeitgeber abschließen. Normalerweise ist das ein schriftlicher Vertrag. Er gilt aber auch mündlich, dann muss der Arbeitgeber Ihnen die wichtigsten Punkte jedoch schriftlich geben.
Einige der wichtigsten Inhalte eines Arbeitsvertrages:

- Name und Adresse von Arbeitnehmerin und Arbeitgeber
- Wie lange gilt der Vertrag
- Arbeitszeit
- Gehalt/Lohn
- Urlaub
- Kündigungsfristen
- Unterschrift von Arbeitnehmerin und Arbeitgeber

Außerdem gelten noch verschiedene Gesetze, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen. Darauf wird in manchen Arbeitsverträgen hingewiesen. Es gibt weitere Regelungen zu beachten, die je nach Firma und Branche in der Sie arbeiten unterschiedlich sein können.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.

Arbeitsrecht und Gleichbehandlung

Im Arbeitsleben gibt es viele rechtliche Regelungen, die für Sie wichtig sind. Sie sind in unterschiedlichen Gesetzen enthalten und werden mit dem Begriff „Arbeitsrecht“ zusammengefasst.

Dazu gehören neben den beiden Bereichen Arbeitszeit und Arbeitsvertrag zum Beispiel auch Regelungen zu Kündigung, Krankheit, Elternzeit, Gehalt und zum Arbeitszeugnis. Als Arbeitnehmerin sollten Sie Ihre Rechte kennen oder zumindest wissen, wo Sie Informationen erhalten können.

Wenn Sie sich wegen Ihrer ethnischen Herkunft, Ihres Geschlechts, Ihrer Religion oder aus ähnlichen Gründen bei Ihrem Arbeitgeber oder bei der Arbeitsplatzsuche benachteiligt fühlen, müssen Sie das nicht hinnehmen. Das sogenannte Antidiskriminierungsgesetz bietet Ihnen in diesen Fällen rechtlichen Schutz.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.

Lohn und Lohnsteuer

Wenn Sie über Ihr Gehalt mit dem Arbeitgeber verhandeln, müssen Sie unbedingt beachten, dass vom Bruttogehalt oder Bruttolohn die Rede ist. Das ist Ihr Lohn/Gehalt, bevor Steuern und Sozialabgaben abgezogen worden sind. Die Höhe der Steuern richtet sich nach der Höhe Ihres Lohns und Ihrer Lohnsteuerklasse. Das Geld, das Sie dann von Ihrem Arbeitgeber erhalten, ist der sogenannte Nettolohn.

Als Steuern werden die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer von Ihrem Lohn abgezogen. Damit das möglich ist, benötigt der Arbeitgeber Ihre Steueridentifikationsnummer (SteuerID). Sollten Sie noch keine Nummer haben, müssen Sie sie beantragen.
Mit dem Beginn Ihrer Berufstätigkeit wird für Sie eine elektronische Lohnsteuerkarte (ELStAM) beim Finanzamt angelegt. Ihr Name, Geburtsdatum, Religionszugehörigkeit, das zuständige Finanzamt und Ihre Lohnsteuerklasse sind darin eingetragen.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.

Sozialversicherung

Wenn Sie noch keine Sozialversicherungsnummer haben, müssen Sie diese bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Auch dann, wenn es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt. Diese Nummer müssen Sie Ihrem Arbeitgeber mitteilen. Von Ihrem Bruttogehalt werden neben Steuern auch Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Einen Teil der Kosten für Ihre Sozialversicherung muss Ihr Arbeitgeber zahlen. Zur Sozialversicherung zählen:
Krankenversicherung
Pflegeversicherung
Rentenversicherung
Arbeitslosenversicherung
Unfallversicherung

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen Landesinitiative netzwerk W