Kinderbetreuung

Es gibt viele verschiedene Betreuungsmöglichkeiten. Seit einigen Jahren verändern sich die Angebote und neue Möglichkeiten werden geschaffen. In den nächsten Jahren soll es mehr Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geben. Es gibt einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder, die mindestens ein Jahr alt sind. Alleinerziehende werden bei der Vergabe von Betreuungsplätzen bevorzugt berücksichtigt. Wenn Sie Hilfe und Beratung brauchen, können Sie sich an Ihr zuständiges Jugendamt oder an eines der Familienzentren wenden.

Tagesmütter/Tagesväter
Eine Tagesmutter oder ein Tagesvater betreut ihr Kind bei sich zu Hause. Unter gewissen Bedingungen können Sie einen Zuschuss zu den Kosten für die Tagesbetreuung beim Jugendamt beantragen.


Kindertagesstätte/Kindergarten
Diese Einrichtungen betreuen Ihr Kind zu bestimmten Tageszeiten. Welche das sind, regelt jede Einrichtung selbst. Meistens liegen Sie zwischen 7:30 Uhr und 16:30 Uhr. Je nach Einrichtung werden Kinder von 3 bis 6 Jahren oder auch jüngere Kinder aufgenommen. Manche Kindertagesstätten können nicht alle Kinder den ganzen Tag betreuen und haben darum auch Plätze nur für den Vormittag. Sie können die wöchentliche Betreuungszeit für Ihr Kind wählen. Angeboten werden 25, 35 oder 45 Stunden in der Woche. Änderungen sind nur vor dem Beginn eines neuen Kindergartenjahres möglich.
Die Kosten für einen Platz sind in Nordrhein-Westfalen in den einzelnen Städten und Landkreisen sehr unterschiedlich. Sie richten sich außerdem nach der Betreuungszeit und Ihrem Einkommen.
Melden Sie Ihr Kind jedoch in jedem Fall früh an, weil es vielleicht nicht genügend Plätze in der von Ihnen bevorzugten Einrichtung gibt. Anmelden können Sie sich meistens ab Januar, Februar oder März. Das Kindergartenjahr beginnt immer am 1. August.

Schulen
In Deutschland ist die Halbtagsschule noch weit verbreitet, doch immer mehr Schulen werden zu Ganztagsschulen. Für berufstätige Eltern und ihre Kinder hat die Ganztagsschule viele Vorteile. Der Unterricht verteilt sich über den ganzen Tag, unterbrochen von Ruhepausen und Freizeitangeboten.

 
Weitere Angebote
In den letzten Jahren gibt es immer mehr Firmen mit eigenen Betreuungseinrichtungen für die Kinder ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Ein großes Problem stellen oft die Ferienzeiten der Kinder dar. Informieren Sie sich, welche Angebote es in den Betreuungseinrichtungen Ihrer Kinder gibt. Die Jugendämter oder die kirchlichen und freien Träger organisieren regelmäßig Ferienangebote für Kinder. Viele Eltern sprechen sich auch miteinander ab und organisieren für die Ferienzeit gemeinsam die Betreuung ihrer Kinder.

Wichtig:  Sie haben das Recht bis zu 10 Tage im Jahr zur Pflege eines kranken Kindes zu Hause zu bleiben. Wenn sie mehrere Kinder haben, dürfen aber 25 Tage im Jahr nicht überschritten werden. Die Kinder müssen unter 12 Jahre alt sein, keine andere Person kann in Ihrem Haushalt die Betreuung übernehmen und Sie müssen dem Arbeitgeber ein ärztliches Attest vorlegen.
Sind Sie Alleinerziehende verdoppeln sich die Tage auf 20 pro Kind und auf maximal 50 Tage insgesamt.

Suchen Sie den Kontakt zu anderen berufstätigen Müttern und Vätern. Fragen Sie, welche Erfahrungen sie gemacht haben. Fragen Sie auch, wie sie die Kinderbetreuung regeln. So erhalten Sie wertvolle Tipps für Ihre eigenen Überlegungen. Für Alleinerziehende ist dieser Austausch noch wichtiger, denn für sie ist es besonders schwierig, Berufstätigkeit und Kinder miteinander zu vereinbaren. Bei Ihrer Entscheidung über Ihren Einstieg in den Beruf sollten Sie sich auch überlegen, wie sich die Familiensituation in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Ihre Kinder werden älter und damit auch selbständiger. Was könnte dann möglich sein?

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen Landesinitiative netzwerk W