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Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld I: Arbeitslosengeld I (ALG I) ist Geld der deutschen Arbeitslosenversicherung, das gezahlt wird, wenn Sie sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet und die „Anwartschaftszeit“ erfüllt haben. Die Anwartschaftszeit erfüllen Sie, wenn Sie in den zwei Jahren vor Beginn der Arbeitslosigkeit 360 Tage in einer beitragspflichtigen Beschäftigung gestanden haben oder aus sonstigen Gründen versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung waren (z. B. Kindererziehungszeiten, Wehrdienst- und Zivildienstzeiten). Die Höhe des ALG I beträgt für Arbeitslose mit Kindern 67 %, für alle anderen 60 % des Netto-Leistungsentgelts. Wenn Sie allerdings das 65. Lebensjahr vollendet haben, haben Sie keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld.
Arbeitslosengeld II, (auch „Hartz 4“): Arbeitslosengeld II (ALG II) ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Hilfebedürftige. Es wurde in Deutschland zum 1. Januar 2005 durch das so genannte "Hartz-IV-Gesetz" eingeführt. Trotz der Bezeichnung als Arbeitslosengeld ist Arbeitslosigkeit keine Voraussetzung, ALG II kann auch ergänzend zu anderem Einkommen und dem Arbeitslosengeld I bezogen werden. Neben dem ALG II als Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes werden Leistungen erbracht, welche die Hilfebedürftigkeit beenden oder verringern sollen. Die dem ALG II entsprechende Leistung für Personen, die nicht erwerbstätig sein können, ist die Sozialhilfe.