Arbeitsvertrag

Vor Arbeitsbeginn schließt Ihr Arbeitgeber mit Ihnen einen schriftlichen Arbeitsvertrag ab. Auch ein mündlicher Arbeitsvertrag ist gültig. Dann muss der Arbeitgeber Ihnen die wichtigsten Punkte trotzdem innerhalb eines Monats schriftlich geben.

In einem Arbeitsvertrag werden die Rechte und Pflichten von Ihnen und Ihrem Arbeitgeber festgehalten:
-    Der Vertragsbeginn
-    Die Höhe des Gehalts
-    Die Beschreibung Ihrer Tätigkeit
-    Ihre Arbeitszeit
-    Die Zahl der Urlaubstage
-    Fristen, in denen der Arbeitsvertrag gekündigt werden kann

Außerdem können noch weitere Punkte enthalten sein, wie zum Beispiel Überstunden oder Zusatzleistungen des Arbeitgebers. Sollte Ihr Arbeitsvertrag befristet sein, also nur für einen bestimmten Zeitraum gelten, muss auch das Vertragsende darin stehen.

Treten Sie eine neue Arbeitsstelle an, ist es üblich, eine Probezeit zu vereinbaren. Probezeit bedeutet: Der Arbeitgeber prüft in dieser Zeit, ob Sie für die Arbeitsstelle geeignet sind. Innerhalb der Probezeit gelten normalerweise kürzere Kündigungsfristen als sonst. In den meisten Arbeitsverträgen beträgt die Probezeit bis zu sechs Monate.

Einen Arbeitsvertrag erhalten Sie auch wenn Sie eine Ausbildung, einen Minijob, eine Teilzeitarbeit oder eine befristete Arbeit beginnen.

Es gibt außerdem so genannte Gewohnheitsrechte, an die sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber halten müssen, auch wenn diese Rechte nicht im Arbeitsvertrag stehen. Der Arbeitgeber muss zum Beispiel dafür sorgen, dass Ihre Gesundheit durch die Arbeit nicht gefährdet wird und darf Frauen gegenüber Männern nicht benachteiligen. Sie als Arbeitnehmerin haben zum Beispiel eine Verschwiegenheitspflicht und dürfen nicht über Geschäft- und Betriebsgeheimnisse sprechen.

Neben den Inhalten von Arbeitsverträgen und den Gewohnheitsrechten, gibt es noch Gesetze, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen. Sie regeln auch die Rechte und Pflichten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. In einem Arbeitsvertrag darf nicht gegen diese Regelungen verstoßen werden.

Lesen Sie sich den Arbeitsvertrag in Ruhe durch, bevor Sie ihn unterschreiben. Hat Ihr Vertrag viel Text oder Sie verstehen nicht alle Wörter, ist es besser, nicht direkt zu unterschreiben. Nehmen Sie den Vertrag mit nach Hause und lesen Sie den Vertrag gemeinsam mit einer Person, die ihnen helfen kann. Ein guter Arbeitgeber hat dafür Verständnis.

gefördert vom: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen Landesinitiative netzwerk W