Die Anerkennung von Studienabschlüssen und Studien- und Prüfungsleistungen

Sie haben einen Studienabschluss und möchten arbeiten?

Wenn Sie im Ausland einen Studienabschluss erworben haben, der nicht zu einem reglementierten Beruf führt, wird kein berufsspezifisches Anerkennungsverfahren durchgeführt. In diesem Fall haben Sie aber die (freiwillige und kostenpflichtige) Möglichkeit, eine sogenannte „Zeugnisbewertung“ durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) vornehmen zu lassen. In der Zeugnisbewertung wird ihre ausländische Hochschulqualifikation beschrieben. Es ist eine vergleichende Einstufung, d. h. die Zeugnisbewertung nennt den deutschen Bildungsabschluss, dem Ihr ausländischer Abschluss vergleichbar ist und sie bescheinigt ihre beruflichen und akademischen Verwendungsmöglichkeiten. Die Zeugnisbewertung soll Ihnen bei der Arbeitssuche helfen. Rechtsansprüche können Sie aus einer solchen Zeugnisbewertung nicht ableiten.

Wenn ihr Studienabschluss aber zu einem reglementierten Beruf führt, müssen Sie in der Regel das berufsspezifische Anerkennungsverfahren durchlaufen, um in dem Beruf arbeiten zu können und / oder die Berufsbezeichnung führen zu dürfen. Informationen dazu finden Sie unter „Die Anerkennung beruflicher Abschlüsse“. Beispiele für reglementierte Studienberufe sind (Zahn-, Tier-, Fach-)Ärztinnen, Apothekerinnen, Lehrer, Ingenieurinnen, Rechtsanwälte …

Sie haben schon studiert und möchten in Deutschland weiterstudieren

Für die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen ist die jeweilige Hochschule zuständig. Ausnahme: Bei Studiengängen, die mit Staatsexamen ((Zahn-)Ärzte, Apotheker, Juristinnen …) abgeschlossen werden, sind die jeweiligen Landesprüfungsämter zuständig. Diese haben Ihre Vorbildung im Hinblick auf die Einstufung in einen deutschen Studiengang zu bewerten. Auskünfte hierzu erteilt das Akademische Auslandsamt beziehungsweise das Studierendensekretariat der jeweiligen Hochschule. Das Akademische Auslandsamt ist auch für die Zulassung zu Master- und Promotionsstudiengängen zuständig.

Weiterführende Informationen zum Thema Studium finden Sie hier.

Fördermöglichkeiten nach den Richtlinien des Garantiefonds Hochschule

Ausländische Flüchtlinge (Asylberechtigte, Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel nach § 23, nach § 23.1 und 23.2 AufenthG und sog. mit Aufentaltstitel nach § 25 Abs. 2 AufenthG in Verbindung mit § 3.1 oder § 4.1 AsylVerfG und Spätaussiedler sowie deren Familienangehörige unter 30 Jahre können bei den Bildungsberaterinnen und –beratern GF-H einen Antrag auf Förderung nach den Richtlinien Garantiefonds Hochschulbereich (RL-GF-H) stellen.

Hier können Sie sich zur Bildungsberatung anmelden.

Die Förderung nach diesen Richtlinien ist darauf ausgerichtet, jungen Zuwanderinnen und Zuwanderern den Erwerb der Hochschulreife, die Aufnahme oder Fortsetzung eines Hochschulstudiums bzw. die Aufnahme einer akademischen Erwerbstätigkeit zu ermöglichen.

Antrags- und Förderfristen Garantiefonds Hochschule

  • Die erste Antragstellung soll innerhalb von zwei Jahren nach der Einreise erfolgen. Bei Asylberechtigten mit zeitlich verzögerter Statusanerkennung kann die Antragstellung auch noch innerhalb eines Jahres nach Erhalt des Reiseausweises erfolgen.
  • In der Regel endet die Förderung nach 30 Ausbildungsmonaten, spätestens aber 60 Monate nach der Einreise.
  • Das Einkommen der Unterhaltspflichtigen wird nach drei Jahren Aufenthalt in Deutschland berücksichtigt. In Deutschsprachkursen findet keine Einkommensanrechnung statt.

 

 

 

 

 

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