Arbeitsrecht und Gleichbehandlung

 

 

Die wichtigsten gesetzlichen Regelungen im Überblick:

Kündigungsschutzgesetz

Dieses Gesetz schütz Sie vor Kündigung, wenn Sie seit mindestens sechs Monaten in Ihrer Firma tätig sind. Es gilt jedoch nur in Betrieben mit  mindestens 10 Beschäftigten. Ihr Arbeitgeber darf Ihnen nur dann kündigen, wenn

-          Sie länger oder dauerhaft erkrankt sind und die Arbeit nicht mehr ausüben können,

-          Ihr Verhalten am Arbeitsplatz nicht korrekt ist (zum Beispiel, wenn Sie häufig unpünktlich zur Arbeit kommen und Sie bereits schriftlich ermahnt worden sind),

-          Ihr Arbeitsplatz wegfällt.

Teilzeitgesetz und Befristungsgesetz

Informationen zu Teilzeitregelungen finden Sie hier.  

Ihr Arbeitgeber kann mit Ihnen auch ein befristetes Arbeitsverhältnis eingehen. Das heißt, Ihr Arbeitsvertrag gilt nur für eine bestimmte Zeit (zum Beispiel für sechs Monate oder für zwei Jahre). Dabei ist es wichtig, dass Sie sich drei Monate vor Ablauf des Vertrages bei der Arbeitsagentur arbeitslos melden, auch wenn Ihr Arbeitgeber  Ihren Vertrag möglicherweise  verlängern wird.

Arbeitszeitgesetz

Das Gesetz regelt, dass die tägliche Arbeitszeit im Allgemeinen höchstens acht Stunden betragen darf. Nach spätestens sechs Stunden müssen Sie eine Pause von mindestens 30 Minuten machen. Arbeit an Sonn- und Feiertagen ist nicht erlaubt. Für bestimmte Tätigkeiten und Branchen gibt es hiervon Ausnahmen.

Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz

Informationen zu diesen Gesetzen finden Sie hier.  

Mutterschutzgesetz und Elterngeldgesetz

In der Schwangerschaft und nach der Geburt sind Sie besonders geschützt, insbesondere vor Kündigung. Sechs Wochen vor der Geburt und acht Wochen nach der Geburt dürfen Sie nicht arbeiten, erhalten trotzdem weiterhin Ihr Gehalt.

Wenn Sie nach der Geburt Ihres Kindes gar nicht oder nur weniger arbeiten wollen, haben Sie sogenannte Elternzeit. In den ersten 12 Monaten der Elternzeit haben Sie Anspruch auf Elterngeld. Alleinerziehende haben einen Anspruch für 14 Monate.

 

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt Sie nicht nur bei Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt und im Beruf. Es gilt auch bei der Wohnungssuche, dem Besuch von Gaststätten, bei Versicherungsgeschäften, Bankgeschäften und beim Einkauf. Wenn Sie benachteiligt werden, sollten Sie sich bei einer der Antidiskriminierungsstellen beraten lassen und sich dort Unterstützung holen.

 

 

 

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen Landesinitiative netzwerk W