Gewaltschutz

Häusliche Gewalt

Wenn Ihr Partner Sie bedroht, demütigt oder kontrolliert, wenn er Ihnen körperliche oder sexuelle Gewalt zufügt, ist das häusliche Gewalt. Häusliche Gewalt ist in Deutschland strafbar. Wichtig ist, dass Sie in akuten Gefahrensituationen die Polizei rufen. Die Polizei kann durch das Gewaltschutzgesetz den Täter für eine bestimmte Zeit aus der gemeinsamen Wohnung verweisen. Beim Familiengericht können Sie dann beantragen, dass Ihnen die Wohnung überlassen wird und Ihr Partner sich Ihnen nicht mehr nähern darf. Fühlen Sie sich in der eigenen Wohnung nicht mehr sicher, können Sie Zuflucht in einem Frauenhaus finden.

Auch wenn Sie sich dagegen entscheiden die Polizei zu rufen oder Zweifel haben, sollten Sie sich Hilfe und Unterstützung suchen. Den meisten betroffenen Frauen fällt es schwer, über die Gewalttätigkeit des Partners zu sprechen. Es gibt Beratungsstellen vor Ort und das bundesweite Hilfetelefon, die diese Situation kennen und Ihnen helfen werden.

Häusliche Gewalt ist in der Partnerschaft keine einmalige Situation. Meistens wird Ihre Lage immer schlimmer werden und die Gewalttätigkeiten Ihres Partners werden sich steigern. Dabei kann es  auch Phasen in der Partnerschaft geben, in denen Ihr Partner weniger gewalttätig ist oder sich entschuldigt. Doch dieses Verhalten ist nicht zu entschuldigen und Sie haben ein Recht auf ein gewaltfreies Leben. Geben Sie sich nicht selbst die Schuld für diese Situation, auch wenn Ihr Partner versucht, die Verantwortung  für sein Verhalten Ihnen zu geben.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

An Ihrem Arbeitsplatz kann es passieren, dass Sie von einem Kunden, Ihrem Chef oder einem Kollegen belästigt werden. Belästigung kann viele Formen haben. Dabei geht es immer um ein Verhalten oder Handlungen Ihnen gegenüber, die Sie nicht möchten. Dies sind sexuelle Handlungen, Aufforderung zu sexuellem Verhalten, körperliche Berührungen, Bemerkungen mit sexuellem Inhalt oder das Zeigen von sexuellen Bildern. Sie haben das Recht sich dagegen zu wehren. Machen Sie als ersten Schritt deutlich, dass Sie dieses Verhalten nicht möchten und wenden sich an Ihren Arbeitgeber. Ihr Arbeitgeber hat die Pflicht Sie zu schützen. Wenn das nicht hilft wenden Sie sich an die Polizei oder an eine Beratungsstelle, zum Beispiel die Antidiskriminierungsstelle oder den Frauennotruf.

Auch in der Öffentlichkeit können Sie Opfer von sexueller Belästigung werden.  Hier gilt auch, dass Sie sich eine Beratungsstelle oder an die Polizei wenden sollten.

Zwangsheirat

In Deutschland hat niemand das Recht Frauen und Mädchen zu zwingen jemanden zu heiraten, den sie nicht heiraten möchten. Dieser Zwang zur Ehe wird Zwangsheirat genannt und ist strafbar. Auch gewalttätige Handlungen oder die Androhung von Gewalt gegenüber Frauen, wenn sie sich weigern, sind strafbar. Wenn Sie selbst betroffen sind oder jemand, den Sie kennen, wenden Sie sich unbedingt an eine Fachberatungsstellen gegen Zwangsheirat oder direkt an die Polizei.

 

 

 

 

 

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