Gleichberechtigung

Auch wenn  in Sachen Gleichberechtigung in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel erreicht worden ist, gibt es immer noch viel zu tun. Frauen werden oftmals für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt als Männer. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist immer noch deutlich geringer als der von Männern.

In Deutschland gibt es eine Reihe von Berufen, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden und Berufe, in denen fast nur Männer arbeiten. Im Allgemeinen ist das Gehalt in diesen typischen Frauenberufen schlechter als das in typischen Männerberufen. Zu den typischen Frauenberufen gehören zum Beispiel die Verkäuferin im Einzelhandel, die Altenpflegerin, die Frisörin, die Erzieherin und die medizinische Fachangestellte. Bei der Berufswahl wählen Mädchen und junge Frauen sehr häufig einen dieser Ausbildungsberufe, obwohl die Verdienstmöglichkeiten in anderen Branchen sehr viel besser sind. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in diesen beliebten Berufen teilweise schwierig. Es ist also bereits bei der Berufswahl wichtig zu überlegen, ob der gewählte Beruf die Möglichkeit bietet, die eigene Existenz gut und langfristig zu sichern.

Zudem bieten typische Frauenberufe nicht so gute Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten wie typische Männerberufe. Was Aufstieg und Beförderungen angeht, dürfen Frauen in Deutschland grundsätzlich nicht schlechter gestellt werden als Männer.

Die meisten Paare in Deutschland möchten eine gleichberechtigte Aufgabenteilung in der Partnerschaft. Das bedeutet, sie möchten Hausarbeit und Erwerbsarbeit beide zu gleichen Teilen ausüben. Wenn Paare eine Familie gründen und Kinder bekommen, sieht die Realität anders aus. Fast immer übernimmt dann die Frau die meisten Aufgaben im Haushalt, in der Kindererziehung und die Kinderbetreuung. Die meisten Mütter unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit und kehren später nur in Teilzeit oder mit Minijobs ins Arbeitsleben zurück. Mit der Geburt der Kinder ändert sich also die Einstellung bei den meisten Paaren. Der Vorsatz eine gleichberechtigte Aufgabenverteilung in der Partnerschaft zu leben wird aufgegeben. Es wird häufig als selbstverständlich betrachtet, dass es Aufgabe der Mütter ist, Familie und Beruf zu vereinbaren und nicht die Aufgabe der Väter. Für Frauen ist es wichtig sich bewusst zu machen, dass diese Ungleichheit in der Aufgabenteilung später im Leben für sie problematisch werden kann. Denn eine eigene finanzielle Unabhängigkeit besteht so nicht.

Für Ihre Fragen zur Gleichstellung von Frauen und Männer gibt es in allen Kommunen Gleichstellungsbeauftragte. Bei ihnen können Sie sich  beraten lassen oder  dort Informationen über sonstige Beratungsstellen in Ihrer Region bekommen.

 

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen Landesinitiative netzwerk W