Arbeiten

Vollzeit/Teilzeit

In Deutschland werden bei einer Arbeitsstelle, wenn von Arbeitsstunden die Rede ist, normalerweise die Stunden genannt, die in der Woche gearbeitet werden müssen. In der Regel sind das 40 Wochenarbeitsstunden. Dann spricht man von einer Vollzeitarbeitsstelle. Ist die Arbeitszeit kürzer, also zum Beispiel 30, 20 oder 15 Arbeitsstunden in der Woche, dann spricht man von einer Teilzeitstelle.

Vor der Arbeitssuche ist es wichtig sich zu überlegen, wie viele Stunden pro Woche Sie mindestens und wie viele Stunden Sie höchstens arbeiten wollen. Machen Sie sich auch Gedanken darüber, wie diese Arbeitsstunden auf die einzelnen Wochentage verteilt sein könnten. Das Angebot von Arbeitsplätzen, an denen nur vormittags gearbeitet wird, ist sehr klein und diese Stellen sind begehrt.

 

Minijob

Ein Minijob ist eine Arbeitsstelle, bei der Sie weniger als 400,-€ im Monat verdienen. Hierfür müssen Sie keine Steuern und Sozialabgaben bezahlen. Es ist also keine sozialversicherungspflichtige Teilzeit- oder Vollzeitarbeitsstelle. Ihr Arbeitgeber muss aber für Sie Beiträge in Ihre Rentenversicherung und Krankenversicherung zahlen. Ein Minijob kann ein erster Schritt zurück ins Berufsleben sein.

Selbständigkeit

Vielleicht überlegen Sie sich auch, den Schritt in die Selbständigkeit zu gehen, also selbst die eigene Chefin zu werden. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Es muss nicht immer der eigene Laden sein. Wenn Sie eine Geschäftsidee haben, sollten Sie sich gut informieren, bevor sie starten. Für Existenzgründerinnen, also Frauen, die sich selbständig machen wollen, gibt es spezielle Informations- und Beratungsangebote.

Zeitarbeit

Eine besondere Arbeitsform ist die Zeitarbeit (oder Leiharbeit). Offiziell heißt sie Arbeitnehmerüberlassung. Das Besondere hierbei ist, dass Sie einen Arbeitsvertrag mit einer Zeitarbeitsfirma abschließen. Diese Firma leiht Sie an andere Firmen aus, bei denen Sie dann arbeiten. Ihr Gehalt bekommen Sie aber von der Zeitarbeitsfirma. Durch Zeitarbeit können Sie Berufserfahrung gewinnen, weil Sie in verschiedenen Firmen arbeiten. Nachteil ist, dass in Zeitarbeitsfirmen oft relativ geringe Löhne gezahlt werden. Die Arbeits- und Vertragsbedingungen können sehr unterschiedlich sein. Ein Vergleich ist ratsam.


Praktikum

Manchmal kann es hilfreich sein, auch als Erwachsener ein Praktikum zu machen. Das bedeutet, ohne Bezahlung für wenige Wochen zu arbeiten. Ein Praktikum kann helfen, sich über die eigenen beruflichen Ziele und Wünsche besser klar zu werden. Ist der Beruf so, wie ich in mir vorgestellt habe? Bin ich dafür geeignet? Reichen meine Deutschkenntnisse aus?
Ein Praktikum ersetzt keine Ausbildung und keine Weiterbildung. Es ist nur ein „Reinschnuppern“ in die Arbeitswelt und den angestrebten Beruf. Ein Praktikum ist immer auch eine gute Möglichkeit, sich bei einem möglichen zukünftigen Arbeitgeber zu präsentieren.

Wichtig:

Egal ob Teilzeitarbeit, Leiharbeit, Praktikum oder Minijob: damit ist es schwierig den eigenen Lebensunterhalt dauerhaft zu sichern. Alle diese Arbeitsformen sollten nur ein möglicher Einstieg in Ihr Berufsleben sein. Fast immer ist es nur durch eine Vollzeitstelle möglich für sich selbst und die Kinder ausreichend Geld zu verdienen. Auch für eine spätere Rente sind Zeiten mit geringem Verdienst problematisch.