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Schulabschluss
Für viele Ausbildungen und Studiengänge sind bestimmte Schulabschlüsse Vorraussetzung. Falls Sie den geforderten Schulabschluss nicht haben, gibt es Möglichkeiten auch als Erwachsene in Deutschland einen Schulabschluss zu erwerben. Entweder besuchen Sie eine Schule, was je nach Abschluss ein Jahr oder länger dauern kann, oder Sie legen eine so genannte „Externenprüfung“ ab. Das bedeutet, dass Sie die Abschlussprüfung machen können, ohne vorher eine Schule zu besuchen. Das ist schwieriger, aber dafür schneller.
In Deutschland gibt es vier Schulabschlüsse:
• Hauptschulabschluss
• Mittlerer Schulabschluss
• Fachhochschulreife
• Abitur
Studium
Wenn Sie in Deutschland studieren möchten, müssen Sie über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen und einen Schulabschluss haben, der dem deutschen Abitur oder der Fachhochschulreife entspricht.
Alle, die keine Deutschen oder EU-Bürger sind oder ihren Schulabschluss nicht in Deutschland gemacht haben, sollten sich an die entsprechende Universität oder Fachhochschule wenden und sich dort beraten lassen.
Ausbildung/Umschulung
Ausbildung bedeutet, dass man einen Beruf erlernt. Es gibt in Deutschland rund 350 Berufe, für die eine Ausbildung notwendig ist. Wie lange eine Ausbildung dauert, wo man sie machen kann und was dort gelernt werden muss, ist für jeden Ausbildungsberuf geregelt.
Es gibt Berufe mit betrieblicher Ausbildung und Berufe mit schulischer Ausbildung. Die Ausbildungsdauer beträgt normalerweise 2 bis 3 Jahre, in einigen wenigen Berufen nur ein Jahr.
Schulische Ausbildung heißt: sie findet in einer Schule statt und es gibt festgelegte Zeiträume für Praktika und Praxisphasen. Manche Ausbildungen sind kostenlos, für manche muss man selbst die Kosten tragen. Hierfür bewirbt man sich direkt bei den Schulen.
Betriebliche Ausbildung (duales System) heißt: man ist in einem Betrieb angestellt, wird dort praktisch ausgebildet und besucht außerdem eine Berufsschule, zum Beispiel an einem Tag in der Woche. Während der Ausbildung zahlt der Betrieb eine Ausbildungsvergütung.
Die Umschulung ist eine verkürzte Ausbildung. Eine Umschulung ist zum Beispiel möglich, wenn Sie schon Berufserfahrung haben, aber noch keine Ausbildung in diesem Beruf gemacht haben oder Sie im erlernten Beruf nicht mehr arbeiten können. Auch hier gibt es die betriebliche und die schulische Umschulung. Außerdem gibt es eine überbetriebliche Umschulung bei einem Bildungsträger.
In den meisten Fällen sind Auszubildende junge Leute, die ihre Ausbildung direkt nach dem Schulabschluss machen. Es gibt aber diese Möglichkeit auch für Erwachsene. Manchmal ist es sogar möglich, eine Ausbildung in Teilzeit zu machen, also mit weniger als 40 Arbeitsstunden in der Woche, was für Mütter mit kleinen Kindern wichtig sein kann. Eine Teilzeitausbildung ist dann möglich, wenn Sie als Auszubildende und der ausbildende Betrieb gemeinsam einen Antrag stellen. Außerdem müssen Sie ein "berechtigtes Interesse" an der Teilzeitausbildung haben, das heißt, Sie müssen entweder
- ein eigenes Kind betreuen oder eine/n nahe/n Angehörigen pflegen. Oder:
- eine eigene Behinderung führt dazu, dass eine ganztägige Ausbildung eine übermäßige Belastung für Sie darstellt. Oder:
- Sie gehören zu den jungen Eltern, die noch keine abgeschlossene Berufsausbildung erlangt haben oder Sie sind Mutter (oder Vater), die/der eine Ausbildung bereits begonnen und aufgrund von Elternschaft abgebrochen hat. Oder:
- wenn Sie zu den Menschen gehören, die noch keine Ausbildung abgeschlossen haben und in häusliche Pflege eingebunden sind.
Anpassungsqualifizierung
Im Rahmen der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen gibt es auch die Möglichkeit eine Anpassungsqualifizierung zu machen. Das trifft besonders dann zu, wenn Ihr Abschluss nur zum Teil anerkannt worden ist und ihre Kenntnisse nicht den Anforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarrkt entsprechen. Mehr Informationen hierzu:
Weiterbildung
Dieser Begriff bedeutet, dass Erwachsene Unterrichtsstunden zu fast jedem beruflichen Thema besuchen können. Es gibt eine riesige Menge von Weiterbildungsangeboten, die sich hinter den unterschiedlichsten Bezeichnungen verbergen: Seminar, Kurs, Weiterbildung, Fortbildung, Workshop, Schulung oder Training sind einige der Begriffe, die dort zu finden sind. Sie können Computer- oder Sprachkurse besuchen, sich weiterbilden in Buchhaltung oder Kinderpflege und so weiter.
Damit Sie bei diesen vielen Angeboten nicht den Überblick verlieren, sollten Sie sich unbedingt in einer Beratungsstelle helfen lassen, ein passendes Angebot für sich zu finden.
Die Weiterbildungsangebote kosten natürlich Geld. Meistens müssen Sie die Kosten selbst tragen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass Sie eine finanzielle Unterstützung hierfür erhalten, zum Beispiel durch:
• die Agentur für Arbeit (Bildungsgutschein)
• öffentliche Förderprogramme
• Bildungscheck NRW


